Systematische parodontale Behandlung
Die Parodontologie befasst sich mit der Erkrankung des Zahnhalteapparates, der sogenannten Parodontitis. Wir bieten Ihnen eine umfassende und langfristige Betreuung, von der frühen Erkennung über die Behandlung mit Vector- und Lasertherapie bis zur regelmäßigen Nachsorge.
- Erste Anzeichen
- Zahnfleischbluten, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch
- Diagnose
- Parodontaler Screening-Index (PSI), Taschenmessung, Röntgen
- Behandlung
- in mehreren Schritten über einige Wochen, dann Nachsorge alle 3–6 Monate
- Krankenkasse
- systematische Behandlung inkl. Nachsorge (UPT) ist Kassenleistung; Vector/Laser als Ergänzung privat
- Ziel
- Entzündung stoppen, Zähne dauerhaft erhalten
Was ist Parodontitis?
Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, also von Zahnfleisch, Wurzelhaut und Kieferknochen. Unbehandelt zieht sich das Zahnfleisch zurück, der Knochen baut ab, und die Zähne lockern sich. Parodontitis ist bei Erwachsenen eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust und steht in Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit, etwa mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Erste Anzeichen, die häufig übersehen werden
- Zahnfleischrötungen und Zahnfleischschwellung
- Zahnfleischbluten beim Putzen
- Mundgeruch
- Freiliegende, empfindliche Zahnhälse
- Zahnlockerung oder Zahnwanderung
Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, sprechen Sie uns an. Je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto einfacher und schonender lässt sie sich behandeln.
So behandeln wir
Nach einer gründlichen Untersuchung und Messung der Zahnfleischtaschen erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Dazu gehören:
- Professionelle Zahnreinigung inkl. Mundhygieneaufklärung als Grundlage jeder Parodontitis-Therapie
- Scaling: die schonende Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands
- Vector-Therapie: sanfte Ultraschallreinigung der Zahnfleischtaschen, besonders schonend für das Gewebe
- Lasertherapie: gezielte Keimreduktion in den Taschen zur Unterstützung der Heilung
- Regelmäßige Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie), damit das Ergebnis langfristig stabil bleibt
Die Behandlungsschritte im Überblick
Seit Juli 2021 ist die systematische Parodontitistherapie mit klaren Schritten in der gesetzlichen Versorgung verankert:
- Befund und Aufklärung: Messung der Zahnfleischtaschen, Beurteilung des Knochens im Röntgenbild, Einstufung in Stadium und Grad der Erkrankung. Sie erfahren, was die Befunde bedeuten und wie Sie selbst zum Erfolg beitragen.
- Antiinfektiöse Therapie: gründliche Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands, bei Bedarf unter örtlicher Betäubung. Hier setzen wir zusätzlich Vector-Ultraschall und Laser ein, um das Gewebe zu schonen und die Keimzahl in den Taschen zu senken.
- Befundevaluation: nach etwa drei bis sechs Monaten prüfen wir, wie das Zahnfleisch reagiert hat. Bei einzelnen tiefen Resttaschen kann ein kleiner chirurgischer Schritt sinnvoll sein.
- Unterstützende Parodontitistherapie (UPT): die strukturierte Nachsorge über zwei Jahre, je nach Schweregrad ein- bis dreimal pro Jahr. Sie ist der entscheidende Faktor dafür, dass die Erkrankung nicht zurückkehrt.
Parodontitis und Allgemeingesundheit
Eine unbehandelte Parodontitis wirkt nicht nur im Mund. Die chronische Entzündung steht in Wechselwirkung mit Diabetes, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann in der Schwangerschaft eine Rolle spielen. Umgekehrt verbessert eine erfolgreich behandelte Parodontitis nachweislich die Blutzuckereinstellung bei Diabetikern. Wenn Sie an Diabetes leiden, rauchen oder in der Familie gehäuft Zahnverlust vorkommt, sprechen Sie uns bitte darauf an, wir passen Kontrollintervalle und Behandlung daran an.
Kosten
Die systematische Parodontitisbehandlung einschließlich Aufklärung, antiinfektiöser Therapie, Befundevaluation und der zweijährigen Nachsorge (UPT) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, wenn die Taschentiefen die Voraussetzungen erfüllen. Ergänzende Verfahren wie die Vector- und Lasertherapie sind in der Regel Privatleistungen; wir nennen Ihnen die Kosten vorab. Privatversicherte erhalten einen Kostenvoranschlag zur Vorlage bei ihrer Versicherung.

