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Leistungen

Systematische parodontale Behandlung

Die Parodontologie befasst sich mit der Erkrankung des Zahnhalteapparates, der sogenannten Parodontitis. Wir bieten Ihnen eine umfassende und langfristige Betreuung, von der frühen Erkennung über die Behandlung mit Vector- und Lasertherapie bis zur regelmäßigen Nachsorge.

jameda Siegel: Von Patienten bewertet mit Note 1,0

Stand: September 2026Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. dent. Dagna H. Below, Zahnarztpraxis Georgenborn

Kurz erklärtParodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats und bei Erwachsenen die häufigste Ursache für Zahnverlust. Sie lässt sich mit einer systematischen Behandlung zuverlässig stoppen: Wir reinigen die Zahnfleischtaschen schonend mit Vector-Ultraschall und Laser und begleiten Sie anschließend in der strukturierten Nachsorge.
Erste Anzeichen
Zahnfleischbluten, Mundgeruch, zurückgehendes Zahnfleisch
Diagnose
Parodontaler Screening-Index (PSI), Taschenmessung, Röntgen
Behandlung
in mehreren Schritten über einige Wochen, dann Nachsorge alle 3–6 Monate
Krankenkasse
systematische Behandlung inkl. Nachsorge (UPT) ist Kassenleistung; Vector/Laser als Ergänzung privat
Ziel
Entzündung stoppen, Zähne dauerhaft erhalten

Was ist Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, also von Zahnfleisch, Wurzelhaut und Kieferknochen. Unbehandelt zieht sich das Zahnfleisch zurück, der Knochen baut ab, und die Zähne lockern sich. Parodontitis ist bei Erwachsenen eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust und steht in Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit, etwa mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Erste Anzeichen, die häufig übersehen werden

  • Zahnfleischrötungen und Zahnfleischschwellung
  • Zahnfleischbluten beim Putzen
  • Mundgeruch
  • Freiliegende, empfindliche Zahnhälse
  • Zahnlockerung oder Zahnwanderung

Wenn Sie eines dieser Anzeichen bei sich bemerken, sprechen Sie uns an. Je früher eine Parodontitis erkannt wird, desto einfacher und schonender lässt sie sich behandeln.

So behandeln wir

Nach einer gründlichen Untersuchung und Messung der Zahnfleischtaschen erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan. Dazu gehören:

  • Professionelle Zahnreinigung inkl. Mundhygieneaufklärung als Grundlage jeder Parodontitis-Therapie
  • Scaling: die schonende Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands
  • Vector-Therapie: sanfte Ultraschallreinigung der Zahnfleischtaschen, besonders schonend für das Gewebe
  • Lasertherapie: gezielte Keimreduktion in den Taschen zur Unterstützung der Heilung
  • Regelmäßige Nachsorge (unterstützende Parodontitistherapie), damit das Ergebnis langfristig stabil bleibt

Die Behandlungsschritte im Überblick

Seit Juli 2021 ist die systematische Parodontitistherapie mit klaren Schritten in der gesetzlichen Versorgung verankert:

  1. Befund und Aufklärung: Messung der Zahnfleischtaschen, Beurteilung des Knochens im Röntgenbild, Einstufung in Stadium und Grad der Erkrankung. Sie erfahren, was die Befunde bedeuten und wie Sie selbst zum Erfolg beitragen.
  2. Antiinfektiöse Therapie: gründliche Reinigung der Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischrands, bei Bedarf unter örtlicher Betäubung. Hier setzen wir zusätzlich Vector-Ultraschall und Laser ein, um das Gewebe zu schonen und die Keimzahl in den Taschen zu senken.
  3. Befundevaluation: nach etwa drei bis sechs Monaten prüfen wir, wie das Zahnfleisch reagiert hat. Bei einzelnen tiefen Resttaschen kann ein kleiner chirurgischer Schritt sinnvoll sein.
  4. Unterstützende Parodontitistherapie (UPT): die strukturierte Nachsorge über zwei Jahre, je nach Schweregrad ein- bis dreimal pro Jahr. Sie ist der entscheidende Faktor dafür, dass die Erkrankung nicht zurückkehrt.

Parodontitis und Allgemeingesundheit

Eine unbehandelte Parodontitis wirkt nicht nur im Mund. Die chronische Entzündung steht in Wechselwirkung mit Diabetes, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann in der Schwangerschaft eine Rolle spielen. Umgekehrt verbessert eine erfolgreich behandelte Parodontitis nachweislich die Blutzuckereinstellung bei Diabetikern. Wenn Sie an Diabetes leiden, rauchen oder in der Familie gehäuft Zahnverlust vorkommt, sprechen Sie uns bitte darauf an, wir passen Kontrollintervalle und Behandlung daran an.

Kosten

Die systematische Parodontitisbehandlung einschließlich Aufklärung, antiinfektiöser Therapie, Befundevaluation und der zweijährigen Nachsorge (UPT) übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, wenn die Taschentiefen die Voraussetzungen erfüllen. Ergänzende Verfahren wie die Vector- und Lasertherapie sind in der Regel Privatleistungen; wir nennen Ihnen die Kosten vorab. Privatversicherte erhalten einen Kostenvoranschlag zur Vorlage bei ihrer Versicherung.

Häufige Fragen

Ist eine Parodontitis heilbar?
Der bereits verlorene Knochen lässt sich nur begrenzt wiederherstellen, die Entzündung selbst kann jedoch gestoppt werden. Mit konsequenter Behandlung und Nachsorge lassen sich die Zähne meist langfristig erhalten.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Reinigung der Zahnfleischtaschen erfolgt bei Bedarf unter örtlicher Betäubung. Vector- und Lasertherapie sind besonders gewebeschonend.
Zahlt die Krankenkasse?
Die systematische Parodontitis-Behandlung ist Bestandteil der gesetzlichen Versorgung, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Wir beraten Sie zu Ablauf und Kosten, bevor wir beginnen.
Woran erkenne ich selbst, ob ich Parodontitis habe?
Typisch sind Zahnfleischbluten beim Putzen, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, länger werdende Zähne durch Zahnfleischrückgang und später lockere Zähne. Schmerzen fehlen meist, deshalb wird die Erkrankung oft spät bemerkt.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die eigentliche Reinigungsphase ist in wenigen Terminen innerhalb von ein bis zwei Wochen abgeschlossen. Entscheidend ist die anschließende Nachsorge über mindestens zwei Jahre, in der wir die Zahnfleischtaschen regelmäßig kontrollieren und reinigen.
Was kann ich selbst tun?
Zweimal täglich gründlich putzen, täglich die Zwischenräume mit Interdentalbürsten reinigen, nicht rauchen und die vereinbarten Nachsorgetermine wahrnehmen. Damit haben Sie den größten Teil des Behandlungserfolgs selbst in der Hand.

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