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Leistungen

Endodontie

Die Endodontie, auch bekannt als Wurzelkanalbehandlung, ist der Zweig der Zahnheilkunde, der entzündete oder abgestorbene Zahnnerven samt Gefäßversorgung aus dem Zahn entfernt. Der Wurzelkanal wird gereinigt, desinfiziert und anschließend dicht aufgefüllt. Unser Ziel ist es, Ihren eigenen Zahn zu retten und für Sie zu erhalten.

jameda Siegel: Von Patienten bewertet mit Note 1,0

Stand: September 2026Inhaltlich verantwortlich: Dr. med. dent. Dagna H. Below, Zahnarztpraxis Georgenborn

Kurz erklärtBei einer Wurzelkanalbehandlung wird das entzündete oder abgestorbene Zahnmark entfernt, die Wurzelkanäle werden gereinigt, desinfiziert und dicht gefüllt. So lässt sich ein Zahn erhalten, der sonst gezogen werden müsste. Die Behandlung erfolgt unter Betäubung in ein bis zwei Terminen; die Erfolgsaussichten liegen bei sorgfältiger Behandlung bei über 85 Prozent.
Termine
1–2 à 60–90 Minuten
Betäubung
örtlich, Behandlung dadurch in der Regel schmerzfrei
Erfolgsaussicht
über 85 % bei sorgfältiger Behandlung
Kosten
Kassenleistung bei erhaltungswürdigem Zahn; Zusatzverfahren ca. 100–500 € privat
Danach
meist Krone oder Teilkrone zum Schutz des Zahns

Alle Preisangaben sind unverbindliche Orientierungswerte (GOZ, Stand 2026) und hängen vom individuellen Befund ab. Verbindlich ist Ihr persönlicher Heil- und Kostenplan, den Sie vor jeder größeren Behandlung erhalten.

Wann eine Wurzelkanalbehandlung nötig ist

Erreicht eine tiefe Karies den Zahnnerv, oder wird der Nerv durch einen Unfall, eine große Füllung oder eine Entzündung geschädigt, kommt es häufig zu starken Schmerzen, Empfindlichkeit auf Wärme und Kälte oder einer Schwellung. Ohne Behandlung kann sich die Entzündung auf den Kieferknochen ausbreiten. Die Wurzelkanalbehandlung beseitigt die Ursache und erhält den Zahn.

Ablauf

  1. Örtliche Betäubung, die Behandlung ist dadurch in der Regel schmerzfrei
  2. Eröffnen des Zahns und Entfernen des entzündeten Gewebes
  3. Aufbereitung, Reinigung und Desinfektion der Wurzelkanäle
  4. Dichte Füllung der Kanäle mit einem gewebefreundlichen Material
  5. Verschluss des Zahns; je nach Substanzverlust anschließend Aufbau mit einer Füllung oder Krone

Kosten: was die Kasse zahlt

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Wurzelkanalbehandlung, wenn der Zahn als erhaltungswürdig gilt. Bei Frontzähnen und Prämolaren ist das in der Regel der Fall, bei Backenzähnen dann, wenn dadurch eine geschlossene Zahnreihe erhalten bleibt, eine Freiendsituation vermieden wird oder ein vorhandener Zahnersatz erhalten werden kann. Moderne Zusatzverfahren wie die elektrometrische Längenmessung, die maschinelle Aufbereitung mit flexiblen Nickel-Titan-Instrumenten oder eine zusätzliche Desinfektion sind Privatleistungen und kosten orientierend 100 bis 500 Euro. Sie erhöhen die Erfolgsaussichten spürbar; wir erklären Ihnen vorab, was in Ihrem Fall sinnvoll ist. Privatversicherte erhalten die gesamte Behandlung nach GOZ erstattet.

Warnzeichen für eine Entzündung des Zahnnervs

Anhaltende Schmerzen auf Kälte oder Wärme, pochende Schmerzen in der Nacht, Aufbissempfindlichkeit, eine Schwellung am Zahnfleisch oder ein kleines Bläschen mit Eiteraustritt sind typische Zeichen. Manchmal verläuft die Entzündung aber auch still und wird erst im Röntgenbild entdeckt. Je früher behandelt wird, desto einfacher ist es, den Zahn zu retten. Bei akuten Schmerzen bemühen wir uns um einen Termin am selben Tag.

Nach der Behandlung

Ein leichtes Druckgefühl in den ersten Tagen ist normal. Da der Zahn nach der Behandlung spröder wird, empfehlen wir bei Backenzähnen meist eine Teilkrone oder Krone, die wir mit CEREC in einer Sitzung anfertigen können. Kontrollröntgenbilder nach etwa sechs bis zwölf Monaten zeigen, ob die Entzündung an der Wurzelspitze ausgeheilt ist.

Häufige Fragen

Tut eine Wurzelbehandlung weh?
Dank moderner Betäubung ist die Behandlung selbst in der Regel schmerzfrei. Ein leichtes Druckgefühl in den Tagen danach ist normal.
Wie gut sind die Erfolgsaussichten?
Sehr gut. Sorgfältig behandelte Zähne bleiben häufig viele Jahre bis dauerhaft erhalten. Eine Krone schützt den behandelten Zahn zusätzlich.
Was ist die Alternative?
Die Alternative wäre die Entfernung des Zahns mit anschließendem Zahnersatz. Der Erhalt des eigenen Zahns ist in den meisten Fällen die bessere Lösung.
Kann der Zahn nach der Wurzelbehandlung noch schmerzen?
Ein Druckgefühl für einige Tage ist normal. Anhaltende starke Schmerzen sind selten und sollten kontrolliert werden; gelegentlich ist eine zweite Sitzung nötig.
Was ist eine Wurzelspitzenresektion?
Heilt eine Entzündung trotz Wurzelbehandlung nicht aus, kann die Wurzelspitze in einem kleinen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Das ist die zweite Chance, den Zahn zu erhalten.
Ist der Zahn danach tot?
Der Zahn ist nicht mehr durchblutet und spürt keine Reize mehr, bleibt aber fest im Kiefer verankert und voll funktionsfähig, mit einer Krone geschützt oft für viele Jahre.

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